Unser Labrador Tonko

Unser Labrador Retriever Tonko am Meer.Natürlich gibt bzw. inzwischen gab es zu Der Labrador auch einen richtigen Labi. Ich schreibe hier also durchaus aus Erfahrung über diese wunderbare Hunderasse.

Unser Labrador Tonko 2009 bis 2017

Unser Labrador Retriever Tonko wurde im Februar 2009 im Norden der Kanareninsel Gran Canaria geboren. Anfang April, mit gut zwei Monaten, zog der kleine Labrador Welpe Tonko dann bei uns ein. Uns, das waren zwei Deutsche, für die es der erste Labrador war, aber nicht der erste Hund.

Zwar war es für uns nicht der erste Hund, aber unsere Welpen Erfahrung lag eine Weile zurück. Und so wurden es turbulente erste Tage und Monate mit dem Kleinen Tonki, wie dieser Labi auch gerne von uns genannt wurde. Leider blieb Tonko von einigen Dingen nicht verschont. Er war sehr verfressen und wir kämpften immer wieder mit von uns verschuldeten Übergewicht und seinen gesundheitlichen Folgen und er bekam auch leider Hüftdysplasie.

Er starb nach einem Leben mit viel Spiel, Spaß, Leckerlis, einer wichtigen Diät, dem Spielen mit vielen tollen Hundekumpels (männlich wie weiblich, groß wie klein, Labradore wie andere Hunde) und vielen Streicheleinheiten und Kuschelstunden mit Herrchen und Frauchen im November 2017 auf seiner Geburtsinsel Gran Canaria. Er folgte seinem Herrchen nach, der wenige Wochen zuvor bereits gestorben war.

Geschichten rundum unseren Labrador Tonko

Da dies nicht nur eine trockene Labradore sind toll Seite werden soll, wird es hier auch einige Berichte aus dem Alltagsleben rund um uns und Tonko geben. Inzwischen ist Tonko auch Alleinhund bei uns. Cora mussten wir im Alter von 15 Jahren dann doch leider einschläfern lassen. Auf dem Bild hier zum Artikel kann man schön sehen, wie die alte Oma Cora etwas genervt von Welpe Tonko diesen mal zurecht weist. Diese Zurechtweisung unter Hunden hat auch genutzt, danach war Tonko doch sehr viel rücksichtsvoller im Umgang mit der Oma und hat ihre häufigen Neins zum Spielen auch akzeptiert.

Erfahrungen mit dem Labrador

Das Labrador Retriever viel Zeit und Zuwendung brauchen, das zeigte unser Tonko immer wieder. Aber auch wie unkompliziert und freundlich die Hunderasse Labrador ist.

Cora erzieht den kleinen Labrador TonkoVorausgesetzt der Hund ist ausgelastet – ansonsten neigt der Labrador auch gerne mal zum gelangweiltem Unsinn 🙂 Aber das hielt sich bei unserem Labrador in Grenzen, auch wenn unsere Möbel heute noch den einen oder anderen Zahnabdruck von ihm zeigen. Was diese Möbel zu etwas ganz Besonderem machen.

Dank Tonko kannte ich auch fast jeden anderen Hundebesitzer in unserer Siedlung und deren Hunde und die Liste seiner Kumpels war lang und länger 🙂 Aber auch mit seiner Nachfolgerin auf der Couch, meiner Amy kommen diese Art von sozialen Kontakte nicht zu kurz. Es muss also kein Labrador sein, wenn man einen Hund möchte, um seine soziale Kompetenz unter Beweis zu stellen.

Labrador aus der Showlinie

Unser Tonko wuchs zu einem ziemlich großen Labrador Retriever heran. Wenn er kein Übergewicht hatte (und darauf haben wir bald sehr genau geachtet), kam er auf stolze 44 Kilogramm. Leider litt unser Vierbeiner unter HD, aber mit bestimmten Tabletten hatte er dennoch ein fröhliches Leben. Wir mussten aufpassen, dass er nicht zu viel spielt und sich überanstrengt, aber bis kurz vor seinem Ende hatten wir die Krankheit gut im Griff (Erbkrankheiten beim Labrador). Und ein Sonnenschein ist er trotz seiner teilweise auftretenden Humpelei bis zum Ende geblieben. Er war immer fröhlich, immer bereit zu einem Ballspiel und freundlich zu (fast) allen Hunden und Menschen.

Und auch wenn unser Sonnenschein unter HD litt, von anderen Krankheiten wurden wir verschont. Nur wenn er – und das ging auf Gran Canaria leider sehr schnell – Flöhe hatte, war wegen einer Flohstich-Allergie ein Besuch bei seinem Tierarzt nötig. Aber selbst das ließ sich dann schnell in den Griff bekommen. Wegen seiner HD bekam unser Labi auch jeden Tag Cosequin Tabletten. Seit dem macht Spielen und Gassi gehen auch wieder mehr Spaß. Wobei Spielen nur noch vorsichtig erlaubt ist und ohne springen oder gar abrupten Bewegungswechseln.

Tonko folgt seinem Herrchen

Im Juli 2017 starb Herrchen. Und um es kurz zu machen: Im November 2017 folgte Tonko seinem Herrchen nach. Ich möchte jetzt nicht das – für mich – kitschige Bild der Regenbogenbrücke bemühen, aber die beiden spielen nun ohne Schmerzen und ohne Last an einem anderen Ort.

Obwohl unser Labrador von der Fellfarbe blond war, hat er die erhoffte Lebenserwartung lange nicht erreicht.

Neuer Hund zog ein – diesmal kein kleiner Labrador Retriever

Auch wenn ich Tonko sehr vermisste (und immer noch vermisse, so wie sein Herrchen auch), zog einige Wochen später ein neuer Hund bei mir ein. Ich habe lange überlegt, ob ich mir wieder einen Labrador Welpen holen soll, aber dagegen sprachen wichtige Gründe (ja, es gibt Gründe, die gegen einen Labrador sprechen):

Ich lebte 2017 immer noch auf Gran Canaria. Zum einen gibt es dort keine von einem Verband überwachten Hundezüchter oder ich weiß nicht, wie ich an diese herankommen sollte. Es sind doch mehr Hobbyzüchter, die ihr dafür sorgen, dass der Labrador als Hunderasse nicht ausstirbt. Allerdings steht oft eben das Interesse an Welpen im Vordergrund, nicht unbedingt an gesunden Welpen.

Zum Zweiten gibt es auf Gran Canaria so viele Hunde, die ausgesetzt werden, dass ich mich am Ende entschlossen habe, lieber einem Welpen aus dem Tierschutz eine Chance zu geben.

Einen Hund zu kaufen, während daneben ein anderer Hund, vielleicht sogar ein Welpe, ums Überleben kämpft, erscheint mir auf der Insel so sinnlos.

Mit etwas Warten hätte ich sicherlich leider auch einen Labrador bekommen können. Leider, da dieser ja ausgesetzt, aufgegeben oder vielleicht nicht nur vernachlässigt, sondern auch misshandelt worden wäre. So habe ich nun einen süßen Mischling. Vieles ist gleich, schließlich muss auch ein Mischlings-Welpe erst einmal erzogen werden, einiges ist dann doch anders. Aber das ist eine andere Geschichte.

Labrador Tonko und sein Herrchen bleiben in meinem Herzen. Sie werden vermisst. Und nicht vergessen.