Was bedeutet Retriever?

Labrador Retriever beim Apportieren im Meer.Der Namensteil Labrador bei dieser Wunderbaren Hunderasse weist auf seine Herkunft hin. Den zweiten Namensteil Retriever teilt sich der Labrador noch mit anderen Hunderassen. Aber was bedeutet dieser Teil seines Namens?

Retriever ist ein Apportierhund

Retriever leitet sich vom englischen Wort to retrieve ab. Dies bedeutet so viel wie apportieren, etwas zurückbringen. Von diesem englischen Wort leitet sich die Bezeichnung Retriever für Apportierhunde ab. Die Aufgabe dieser Apportierhunde ist es, bei der Jagd geschossenes Nieder- oder Federwild zu finden und möglichst unbeschädigt zum Jäger zurückzubringen. Ein Apportierhund ist also ein Jagdhund.

Hunde der Retrieverrassen wurden als Gebrauchshund bzw. Jagdhund gezüchtet. Auch beim Labrador Retriever war das ursprünglich so.

Sechs Retriever gibt es

Insgesamt gibt es sechs von der FCI anerkannte Retrieverrasen, die zur FCI-Gruppe 8 Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde gehören:

  • Chesapeake Bay Retriever (Ursprungsland USA, die einzige Retriever Rasse, die auch zur Schutzarbeit geeignet ist).
  • Curly Coated Retriever (Ursprungsland Großbritannien)
  • Float-coated Retriever (Ursprungsland Großbritannien)
  • Golden Retriever (Ursprungsland Großbritannien)
  • Labrador Retriever (Ursprungsland Neufundland/Großbritannien)
  • Nova Scotia Duck Tolling Retriever (Toller, Ursprungsland Kanada, Neuschottland)

Siehe auch: Geschichte und Herkunft des Labrador Retriever

Labrador oder Labrador Retriever

Retriever ist demnach der Oberbegriff für sechs verschiedene Hunderassen. Der Labrador ist eine davon und wird daher korrekterweise als Labrador Retriever bezeichnet, wenn man auch sehr häufig eben nur Labrador hört, gerade im deutschsprachigen. Die Behauptung ein Labrador wäre etwas anderes als ein Labrador Retriever ist demnach falsch. Es handelt sich mitnichten um einen Mischling aus Labrador und Golden Retriever, wie teilweise fälschlich vermutet wird.

Der Retriever – Vom Arbeitshund zum Familienhund

Gezüchtet wurden die Retriever-Rassen als Arbeitshunde bzw. Gebrauchshunde. Heute werden Retriever meist als Familienhunde gehalten. Aber auch als Familienhund benötigt der Retriever und damit auch der Labrador artgemäße Aufgaben. Ansonsten langweilt er sich, das ist zum einen nicht artgerecht und zum anderen neigt der Hund dann zur Selbstbeschäftigung, die nicht immer erwünscht ist. Sein Wesen ist freundlich, er ist arbeitssam und wenn er auch sehr geduldig ist und auch mit Langweile umgehen kann, er benötigt unbedingt artgerechte Beschäftigung. Dazu kann zum Beispiel auch die Dummyarbeit gehören: Dummytraining mit dem Labrador.

Retriever eignen sich sehr gut für Apportier-Aufgaben. Hol- und Bringspiele, aber auch Suchspiele sind genau das Richtige für ihn.

 

Weichmaul Labrador

Als Jagdhund, der vor allem Federvieh zum Jäger bringen sollte, verfügen Labrador Retriever über ein Weichmaul. Das hat natürlich auch seine Nachteile, Labis neigen doch etwas zum sabbern. Und es ist etwas schwieriger dem Weichmaul das Apportieren von kleineren Gegenständen beizubringen, aber durchaus möglich.

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