Kann man einen Labrador in der Wohnung halten?

Labrador Retriever schläft auf Sofa.Nicht jeder, der gerne einen Hund hätte, wohnt in einem Einfamilienhaus mit riesigen Garten drumherum. Und so verzichten viele Menschen, die gerne einen Hund hätten, auf einen vierbeinigen Gefährten, da sie denken nur eine Wohnung zu haben reicht nicht aus. Oder gehen bei der ausgewählten Rasse Kompromisse ein, weil sie denken, in ihre Wohnung passt nur ein kleiner Hund. Und kein Labrador Retriever.

Platzbedarf eines Labrador Retriever

Der Labrador gehört zu den großen Hunderassen, auch wenn er hier, verglichen mit Dogge und Bernhardiner hier eher einer der Kleinsten ist. Und natürlich braucht so ein Hund auch etwas Platz. Wer aber in seiner Wohnung ein schönes Eckchen für das Hundebett oder die Hundedecke abtreten kann ohne in Platznot zu geraten, dessen Wohnung ist auch groß genug für einen Labrador. Auch ein fehlender Garten ist für die Haltung dieser Hunderasse kein Hinderungsgrund.

Wohnung ist für Labrador zum Ausruhen da

Für den Labrador ist die Wohnung mehr oder weniger ein Ruheraum. Natürlich kann man mit dem richtigen Spielzeug auch einen Labi im Haus oder in der Wohnung zum Spielen animieren, schließlich liebt dieser Hund die Beschäftigung. Nötig ist es aber nicht. Wenn der Hund aber mit Gassi gehen und Auslaufen ausreichend Beschäftigung und Auslastung findet, dann ist er zu Hause mehr als zu Frieden auf seiner Decke oder einen anderen Platz zu liegen, Herrchen und Frauchen zu beobachten und dabei leise vor sich hin zu schnarchen.

Kleine Spiele gehen auch in einer Wohnung

Geistige Beschäftigung kann man dem Hund durchaus auch in der Wohnung bieten, kleine Suchspiele oder kleinere nicht so Platz aufwändige Übungen gehen auch in einer Einzimmerwohnung. Auch die Erziehung des Labradors kann teilweise natürlich drinnen statt finden. Getobt wird dann eben draußen. Richtig Auslastung findet der Labrador als Apportierhund u.a. beim Dummytraining.

Wo ein Mensch Platz hat, fühlt sich auch sein Labrador wohl

Wo ein Mensch Platz findet, wird auch sein Labrador glücklich sein. Bei allen Hunden, die größer als Couchtisch, Beistelltisch und Co. Werden, gilt aber immer, dass man sich mit kritischen Augen fragen sollte, ob die Glasplatte dort nicht vielleicht doch zu scharfkantig ist und ob die Vase oder das Nippes dort nicht doch zu Schwanzwedel gefährdet sind. Und gerade wenn man sich einen Welpen ins Haus holt, gilt es gefährliche Kabel zu verstecken und ähnliches. Mit der Größe der Wohnung hat das aber nichts zu tun, das sind normale Vorsichtsmaßnahmen, wie man eben ergreifen muss, wenn ein Vierbeiner mit einzieht. (Gefahren im Alltag für den Hund)

Kleine Wohnung ist ok – Treppen ist nicht so gut

Labrador auf der Treppe.Ein wenig anders ist es natürlich bei der Lage der Treppe. Sehr häufig haben Labrador Retriever Probleme mit den Hüften. Um dem etwas vorzubeugen, sollten gerade Welpen dieser Rasse in den ersten Monaten gar keine Treppen laufen. Wer dann m vierten Stock ohne Aufzug wohnt, wird sich spätestens ab dem sechsten, siebten Monat einen Zwerghund wünschen, denn dann kann das Gewicht ganz schön in die eigenen Knochen gehen. Jetzt kann man natürlich den Junghund dann doch die Treppen laufen lassen, es ist zwar nicht ideal, aber er kann es eben, aber man sollte sich vor Augen halten, was ist, wenn der Hund alt ist und man immer noch im vierten Stock wohnt? Es macht ein Unterschied, ob ein Hund nicht die Treppen hoch oder runter laufen soll, es aber eben kann. Oder ob er es eben nicht mehr kann oder nur unter Schmerzen. Und dann verschwindet die Treppe ja nicht einfach.

Ab wann darf ein Labrador Treppen laufen?

Kleiner Erfahrungsbericht mit unserem Labrador

Wir sind mit unserem Labrador Tonko auch einmal in ein richtig großes Haus gezogen. Platz genug war da für den Hund. Nur hatte er dort ein kleines Problem, er konnte sich nicht aufteilen. Und da unser Labi Tonko an uns beiden hängt, wusste er teils gar nicht wo er liegen sollte. Denn wenn Frauchen am Computer war, war sie im oberen Stockwerk am anderen Ende des Hauses und Herrchen eben ganz wo anders. Bei beiden liegen ging da nicht gut und so hat er sich dann einen Platz in der Mitte gesucht. So ein riesiges Haus fand er nicht ganz so schön, denn Labradore sind gerne mittendrin und mit dabei und wenn es nur zusammengerollt im Dösezustand ist.

Garten oder Grundstück interessieren unseren Labrador nicht wirklich. In dem großen Haus hatte ich zeitweise das Problem, dass genau die Auslauffläche, die ich immer mit ihm genutzt hatte um richtig Ball zu spielen, zur Baustelle wurde. In der Zeit haben wir viel auf dem Grundstück gespielt und sind dann nur zum Gassi gehen raus gegangen, denn im Hochsommer extra mit dem Hund im Auto irgendwohin zu fahren, war eben auch keine gute Lösung. Ab und an haben wir uns zusätzlich noch mit dem Nachbarshund getroffen und dann haben sich beide so richtig ausgetobt.

Jetzt haben wir auch wieder ein etwas kleineres Häuschen mit Grundstück hinten dran. Auch das betritt er nur, wenn einer von uns dort ist. Denn seinen Auslauf bekommt er wieder ganz und gar draußen.

Fazit Labradorhaltung in kleiner Wohnung

Einen Labrador kann man problemlos auch in einer etwas kleineren Wohnung halten. So lange genug Platz für Hundebett, Fressnapf und Wasserschüssel vorhanden ist, wird sich Mensch und Labrador wohl fühlen (Zubehör für den Labrador Retriever). Entscheidender ist eher die Lage der Wohnung, viele Treppen sind nicht so gut für Labi und Co. Und wieviel Zeit man für seinen Hund hat: Labrador und Berufstätigkeit

Das gilt auch für die meisten anderen Hunde. Wer sich ausreichend draußen mit dem Hund beschäftigt, benötigt kein Anwesen mit Garten. Ja, es ist praktisch, wenn es draußen regnet, man morgens verschlafen hat oder aus anderen Gründen, den Hund nur mal auf die Terrasse oder in den Garten schicken zu können. Bei einer Wohnung geht das kaum, auch wenn es inzwischen Hundetoiletten für den Balkon gibt.

Hunde Senior ist Garten oder Terrasse gut

Wer einen Hunde Senior hat, hat oft auch das Problem, dass diese eben etwas häufiger raus müssen. Auch in diesem Fall kann mindestens eine Terrasse oder ein Balkon (für eine Hundetoilette) eine gute Lösung sein. Wer jüngere Kinder hat, wird auch lieber wollen, das diese mit dem Hund auf dem gesicherten Grundstück spielen. Aber ein Muss ist ein Garten deswegen nicht.

Wichtig: Versicherung für den Labrador Retriever.