Labrador Retriever Fragen und Antworten zur Hunderasse

Labrador mit Infotext.Einige Fragen stellen sich rund um den Labrador Retriever immer wieder. Einige sind nicht Labrador Retriever spezifisch, sie haben allgemein mit Hunden zu tun. So kosten nicht nur Rassehunde wie der Labrador nicht nur in der Anschaffung Geld, sondern regelmäßig auch Unterhalt in Form von Fressen, Spielzeug, Schlafplatz und nicht vergessen Impfungen sowie anderen Tierarztterminen.

Hier findet sich eine Sammlung mit Informationen rund um allgemeine Fragen und Antworten rund um Hund und Labrador.

Je besser du dich auf den Einzug eines Hundes vorbereitest, um so besser kann es am Ende nur laufen. Umso weniger Probleme gibt es dann, wenn der Hund wirklich einzieht.

Es ist keine Schande die gesamte Seite Der Labrador durchzugehen und am Ende festzustellen, dass diese Hunderasse nichts für dich ist, oder du (und Deine Familie) noch nicht bereit für einen Hund ist.

Der Labrador FAQ

Über mich: Ich selbst habe bereits seit über 20 Jahre Hunde. Angefangen mit einem Mischling, folgte diesem ein Labrador Retriever. Mein, leider inzwischen verstorbener, Mann hatte unbedingt einen Labrador haben wollen. Ich wäre bei einem Mischling gelandet. Aber die Erfahrungen mit dieser Hunderasse waren toll. Unser Labrador Tonko war ein wundervoller Hund, ein liebenswerter Vierbeiner. Letztendlich war es eine starke Hüftdysplasie mit Schmerzen, die sein Leben verkürzte.

So toll Tonko war, ich habe mich nach seinem Tod für einen kleineren Mischling entschieden. Oder der Mischling, aus dem Tierschutz, für mich? Und zwar vor allem, weil es für mich einfacher ist, einen 15 Kilogramm Hund auch einmal hochzuheben, als eben einen über 30 Kilogramm schweren Labi. Und unser Labrador hat sogar über 40 Kilogramm gewogen, selbst bei Idealgewicht. Und ich muss zugeben, ich wollte wieder einen Hund, bei dem ich die Nummer eins bin. Ein Labrador liebt dann doch alle Menschen und nicht nur seinen Menschen. Aber vielleicht war auch nur unser Tonko von seinem Wesen her so. Ich weiß, dass andere Labrador Halter eben die Erfahrung machen, dass ihr Labrador ihr Begleiter an ihrer Seite ist und eben nicht mit anderen Menschen zu sehr anbändelt. Zumal Loyalität oft aufgeführt wird, wenn der Charakter dieses Hundes beschrieben wird.

Ich kann allen, die auf der Suche nach einem Familienhund sind, der auch durchaus sportlich sein kann, nur zu einem Labrador Retriever raten.

Hier einige Fragen und Antworten rund um den Labi vorneweg, weiter unten finden sich dann ausführliche Ratgeberartikel rund um diesen wunderbaren Hund.

Was ist der Labrador für ein Hund?

Das ist wohl die beinahe naheliegendste und für Labi-Neulinge wohl wichtigste Frage: Was ist der Labrador Retriever für ein Hund?

Er gilt als familienfreundlich und allgemein freundlich. Es ist ein netter Hund, dessen gesamte Körperhaltung und Ausstrahlung signalisiert: Ich mag Menschen. Der Labrador gilt als kontaktfreudig, agil, zutraulich und sanftmütig. Aber ein nicht ausgelasteter Labrador kann auch schnell zur Belastung werden, wenn er sich selbst beschäftigt. Filmisch umgearbeitet ist dieses Verhalten in Marley & Ich.

Warum ist der Labrador so beliebt?

Ganz genau kann ich diese Frage nicht beantworten. Wir hatten uns für unseren Labi entschieden, da es ein Hund einer großen Hunderasse ist, der aber zugleich eben sehr sanftmütig ist. Wir haben auch keinen Wachhund gesucht, als solcher wäre dieser Retriever nun mal eine Fehlbesetzung, wir wollten einen tierischen Kameraden und Partner im Haus. Einiges haben wir zuvor nicht über den Labrador gewusst, so gehen wir zwar gerne spazieren, sind aber selbst nicht so sportlich gewesen, als dass wir nicht später das Glück zu schätzen wussten, einen Hund aus der Showlinie und nicht aus der Arbeitslinie ins Haus geholt zu haben. Das es verschiedene Labrador Arten gibt, war uns einfach nicht bewusst gewesen.

Wie beliebt der Labrador bei anderen Menschen ist, wurde uns erst nach und nach klar. Mit der kleinen Knutschkugel wollte jeder Kuscheln, Menschentrauben bildeten sich um uns, wenn wir mit dem Labi in der Öffentlichkeit waren (und das in Spanien). Aber auch nachdem unser Hund älter wurde, blieben immer wieder Menschen stehen und bewunderten diesen tollen großen Labrador. Oft wurden wir auch von Spaniern angesprochen, dass das doch die Hunde wären, die Blinde führen würden oder Menschen retten.

Was kostet ein Labrador?

Bei den Kosten musst Du unterscheiden in reine Anschaffungskosten (einmalige Kosten) und die Kosten im Jahr. Diesem wirklich wichtigen Thema habe ich auch einen eigenen Artikel gewidmet (was kostet ein Labrador). Um es vorneweg zu sagen: Es wird nicht billig. Wer einen Welpen haben möchte und keine Vermehrer unterstützt, wird mit mindestens 1000 Euro rechnen können. Das geht eigentlich noch, im Unterhalt mit Versicherung, Fressen, Tierarzt wird es dann Jahr für Jahr auch teuer. Und genau diese Kostenfalle, insbesondere auch wenn der Labrador krank ist, ist es, die Labradore auch in Not bringen können und weswegen diese Rassehunde auch im Tierschutz oder Tierheim landen können.

Obwohl es inzwischen viele Seiten im Internet gibt, auf denen sich angehende Hundehalter und Labradorbesitzer zu genüge informieren können, das es eine langfristige Verantwortung ist, sich für ein Haustier, erst Recht einen Hund zu entscheiden. Dass eine solche Entscheidung auch zu einer finanziellen Belastung werden kann und man auch in der Urlaubszeit weit mehr als eine moralische Verpflichtung hat, für sein Tier zu sorgen, kommt es immer wieder vor, das leichtsinnig angeschaffte Tiere ausgesetzt werden oder unter fadenscheinigen Begründungen (Allergie o.ä.) abgegeben werden.

Aber auch die heutige Wohnungsnot kann dafür sorgen, dass ein Labrador plötzlich auf der Straße steht. Manchmal sind es auch andere geänderte Lebensumstände und für mich selbst ist es schwer verständlich, dass ein Menschenbaby dafür sorgt, dass ein Hund gehen muss. Natürlich ist es oft auch eine Zeitfrage und vielleicht ist es dann auch wirklich besser, einen Hund in liebevolle andere Hände zu geben als in verwahrlosen zu lassen. Aber eigentlich gehören solche Überlegungen zur Vorbereitung auf die Anschaffungen eines Hundes dazu. Was kostet ein Labrador Welpe?

Welche Fellfarben sind beim Labrador besonders beliebt

Einige Fragen rund um den Labrador waren uns auch nicht wichtig. Die Frage, welche Farbe beim Labrador die beliebteste ist, stellte sich uns nicht. Wäre der Letzte im Wurf von brauner oder schwarzer Fellfarbe gewesen, wir hätten ihn auch mitgenommen. So wurde es ein heller Labrador Welpen. Von Golden war bei unserem Labrador wenig zu sehen, er war so hell, dass man ihn auch mit fast weiß hätte beschreiben können. Außer die Ohren, die waren fast hellgelb. Das es auch silberne Labradore gibt, davono hatten wir noch nichts gehört.

Übrigens, neben den vom FCI (Internationaler Hundeverein) anerkannten Fellfarben gibt es auch noch Silber als Farbe. Wichtig ist laut Rassebeschreibung, dass der Labi einfarbig ist. Allerdings konnte man bei unserem Labrador doch deutliche Unterschiede sehen. So war das Fell rund um die Schultern doch deutlich heller als zum Beispiel an den Ohren. Aber er ging dennoch als einfarbig durch.

Auf was musst Du dich bei einem Labi einstellen?

Zum einen werden Haare und Schnodder von nun an ständige Begleiter deines Lebens sein. Da der Labrador ein sogenanntes Weichmaul hat, nicht verwunderlich als Retriever sollte er ja Jagdbeute ganz und unzerstört zurück zu seinem Jäger bringen, hat er eigentlich nie das Maul wirklich geschlossen. Schüttelt er sich, schüttelt sich das Maul gleich mit. Trinkt er, läuft sehr viel Wasser nicht nur die Kehle hinunter. Haare verliert er ständig und da der Labrador ein echter Naturbursche ist, stört ihn Schlamm und Dreck nicht wirklich. Du bekommst aber ganz viel Lebensfreude und das ist viel wichtiger als eine pikobello geputzte Wohnung.

Apropro Wohnung: Auch in dieser kannst du einen Labrador halten. Die Aktion sollte, schon wegen seiner Größe draußen stattfinden. Musst du ihn doch mal drinnen beschäftigen sind Nasenspiele und Schnüffelspiele aber eine tolle Möglichkeit, ihn zumindest geistig auszulasten. Siehe aber auch: Labrador in der Wohnung halten.

Fragen auch zur Labrador Gesundheit

Es gibt übrigens auch Fragen rund um den Labrador, die sich zwar einfach beantworten lassen, aber deren Antwort sich einfach nicht wirklich umsetzen lässt. Da der Labrador als großer Hund häufig auch von Hüftdysplasie (HD) betroffen ist, soll der Labrador Welpe zum Beispiel keine Treppe laufen. So lange er im Wachstum ist. Vor allem auch nicht runter.

Aber: Zum einen kann ein Labrador Welpen bereits mit wenigen Wochen die Treppe hoch und runter flitzen, wie ein Großer, so dass man tatsächlich eine entsprechende Absperrung installieren muss, um das zu verhindern. Zum anderen wird so ein Labrador selbst als Welpe immer schwerer und schwerer. Irgendwann lautet die Frage dann einfach nur noch: Wann sollte man es seiner eigenen Gesundheit zu liebe einfach mal aufgeben, den Labrador die Treppe hoch oder runter zu tagen. Ab wann dürfen Labrador Welpen Treppen laufen.

Entwicklung vom Labrador Welpen zum ausgewachsenen Hund.

Fragen zur Erziehung

Zwar hat der Labrador einen echten Willen seinem Menschen zu Gefallen (will to please), Gedanken lesen kann dieser tolle Hund aber auch nicht und so wirst Du auch diesen erziehen müssen. Bei der Erziehung kommst du mit liebevoller Konsequenz am weitesten und auch wenn ein erwachsener Labi sehr gut weiß, was er bei wem darf, solltest du am Anfang nicht zu viele Ausnahmen zulassen. Zieht der Labrador also in eine Familie ein, sollten alle bei seiner Erziehung an einem Strang ziehen. Ihr solltet, bevor der Welpe oder ein älterer Hund einzieht, Euch also über wichtige Fragen einig sein:

  • Wo schläft der Hund?
  • Darf er auf die Couch?
  • Wollt Ihr Betteln unterstützen oder gleich im Keim ersticken?
  • Darf er bestimmen, wann gespielt wird, oder doch lieber Ihr?
  • Darf er Besuch so freudig begrüßen, dass dieser, spätestens wenn der Labrador ausgewachsen ist, umfallen wird?

Und viele andere Fragen mehr.

Der Allesfresser

Der Labrador scheint übrigens nicht nur ein Vielfresser, sondern auch ein Allesfresser zu sein. Da Dein Hund unmöglich wissen kann, was ihm schadet, solltest Du Dich unbedingt kundig machen, was er fressen darf und was nicht. Ja, Schokolade ist nicht so tödlich für einen großen Hund, wie früher erzählt wurde. Trotzdem ist Schokolade höchst ungesund. Und wusstest du, dass die Walnuss an sich zwar nicht gefährlich ist, aber es Schimmelpilze gibt, die du gar nicht sehen kannst, die für dich auch ungefährlich sind, für deinen Hund aber gefährlich? Daher sind Walnüsse tabu. Ebenso Rosinen. Was seltsam anmutet, den Weintrauben dürfte dein Labrador wiederum fressen. Für eine besser Übersicht und weil das Thema für alle Hunde, nicht nur für den Labrador so wichtig ist, gibt es hier noch einen extra Artikel: Für Hunde gefährliche Lebensmittel.Ständig das falsche zu fressen oder gar zu viel (Diät beim Labrador) verkürzt dann doch die Lebenserwartung.

Um ihn zumindest bei der Fressgeschwindigkeit zu stoppen gibt es die Möglichkeit der Handfütterung (dein Labrador muss sich sein Fressen erarbeiten) oder Du nutzt einen speziellen Antischlingnapf.

 


Aber hier nun noch viel mehr Ratgeber und Infos rund um diese wunderbare Hunderasse: